Chronik


Rudi Gasser, Wagners

Erbauer und Bauleitung


Klaus Schöpfer

Erbauer


Hans Strebel

Erbauer


Magdalena Ming

Erbauerin



1966

In Chrummelbach gab es zu dieser Zeit bereits ein Ferienhuisli. Die Firma Holzbau AG Lungern als Eigentümerin hatte dieses Chrummelbacherhuisli erbaut. Das Chrummelbachhuisli wurde als Ferienhaus von den Familien Hackrä-Wagners genutzt. Die Familie Wagnerrudel vom Allmendli verbrachten jeweils ihre Ferien in diesem Huisli.

 

1967
In Chrummelbach entstand im Juni die Idee ein eigenes Ferienhuisli für die Geschwister Rudi, Magdalena (Muschi), Antoinette, Rosemarie und deren Familien zu realisieren.

 

Die Idee wurde weiter verfolgt und als erstes stellte sich die Frage, wo ein Huisli erstellt werden könnte. Es wurden verschiedene Orte in Lungern besichtigt, u.a. Breitenfeld, Obstollen, Seewser-Fälmes und Dorfer-Fälmes. Das Dorfer-Fälmes gefiel und eignete sich am besten.

Rudolf Gasser führte im September die ersten Gespräche mit der Teilsame-Dorf.

 

1968
Im April bewilligte die Teilsame-Dorf einen Bauplatz im Baurecht. Die verschiedenen Bewilligungen (Baubewilligung, Wasseranschluss, Abwasserentsorgung, etc.) wurden angefordert und erteilt. Anschliessend konnte mit dem Bauvorhaben begonnen werden.

 

Die Holzbau AG Lungern (Hackrä) erstellte die Baupläne.

 

Rudolf Gasser (Zimmermann) übernahm die Leitung und war verantwortlich für das gesamte Bauvorhaben. Zusammen mit seiner Schwester Magdalena, den beiden Schwagern Hans Strebel und Klaus Schöpfer und viel treuen Helfern konnte das Ferienhaus realisiert werden.

Im Mai bewilligte die Teilsame-Dorf das Verlegen der 700 Meter langen Wasserleitung durch die Alpweide. Anschliessend wurden das Wasserreservoir und die Wasserzuleitung erstellt. Die Teilsame beteiligte sich an den Kosten des Wasserschlauches. Als Gegenleistung schloss man  im Unterfälmes ein Tränketrog für das Vieh an. Die Wasserfassung wurde im Fälmes oberhalb vom Riedblätz unten am Rain erstellt.

 

Da die Familie Brenner-Sepps (Ghirmi-Huisli) und die Gebr. Furrer, Gräblers (Schwendäli) zu wenig Wasser hatten, fragten diese die Fälmeshuisli-Bauherrschaft an, ob sie auch von dieser Quelle Wasser beziehen könnten. Ihrer Anfrage wurde zugestimmt, somit konnten die Kosten weiter aufgeteilt werden. Zugleich verlegte die Teilsame-Dorf eine Wasserleitung ins Riifmad für einen weiteren Tränketrog.

 

Im Juni wurde der Aushub für Keller und Flesch erstellt. Dies erforderte viel Handarbeit und einige Sprengungen. Die Sprengarbeiten wurden unter der Anleitung von Sprengmeister Carlo Botta, Ehemann von Johanna Zurgilgen (Bänijohanni) ausgeführt. Botta pflegte zu sagen: „jeder baut nach seinem Sinn und Geist……..“

 

Die Maurerarbeiten wurden unter der Anleitung von Theodor Imfeld, Chiäferbäschels (Gloistori) erstellt.

 

Nach der ersten Schneeschmelze versiegte die erste gefasste Quelle. Nun musste eine neue Quelle gefunden werden. Ca. 150 Meter oberhalb vom Riedblätz, bei der Stollenbach-Quelle, konnte die neue Wasserfassung erstellt werden. Das hatte eine Verlängerung der Wasserleitung zur Folge. Die neue Wasserfassung wurde in Zusammenarbeit mit dem Ghirmi (Familie Brenner-Sepp’s) erstellt.

 

Das vorgängig in der Holzbau abgebundene Konstruktionsholz, wurde mit dem Häckrätraktor (Hürlimann) ins Fälmes transportiert. Am Morgen des 16. August 1968, um 04.00 Uhr startete der Traktor bei trockenem Wetter in Lungern. Um ca. 09.00 Uhr begann es kräftig zu regnen. Unbeirrt dessen wurde weiter gearbeitet, bis am Abend um ca. 18.00 Uhr der „Firstgrotzä“ montiert werden konnte. Die ganze Aufrichtegesellschaft war tropfnass. Bei der anschliessenden Heimfahrt verbesserte sich das Wetter, so dass kurzerhand beschlossen wurde nach dem Nachtessen nochmals ins Fälmes zu fahren, um die erste Dachschalung zu montieren. Mit dem inzwischen eingekauften, kleinen Stromgenerator konnte bereits eine Beleuchtung für die Abendarbeit installiert werden. Es wurde bis um 24.00 Uhr gearbeitet. Darauf gingen alle glücklich und zufrieden über die geleistete Tagesarbeit nach Hause.

 

 - Dachdecker- und Fassadenarbeiten, Jakob Röthlin (Reetli Kobi)

 - Spengerlarbeiten, Ernst Imfeld (Teifi-Ärnscht)

 - Elektroinstallationen, Anton Kleemann (ehemals Lungern)

 

1969
Die übrigen Arbeiten im und um’s Huisli wurden selbständig mit vielen freiwilligen Helfern im Verlauf dieses Jahres erstellt.

 

Am 16. August 1969 fand das Aufrichtefest statt.

 

1972

Die Huisli-Gemeinschaft stellte auf dem Stollen ein Kreuz auf; das sogenannte "Fälmes-Chriiz". Da keine Strasse auf den Stollen führt, war sehr viel Handarbeit gefragt.

 

Winter 1972/73
Die Holzhütte wurde erstellt. Die Einweihung war am 27. Januar 1973.

 

1978
Magdalena (Muschi) heiratete und trat deshalb aus der Huisli-Gemeinschaft aus. Daraufhin traten Elisabeth & Niklaus Gasser, Zihlers der Huisli-Gemeinschaft bei.

 

1984
Die Sonnenenergie-Anlage (Solarzellen / 12 Volt) wurde installiert und damit die Raumbeleuchtung im Huisli mit Sonnenenergie betrieben.

 

1985
Für die Wasserversorgung vom Fälmeshuisli, Ghirmi, Schwendäli und Riifmad wurde eine Wasserzuleitung verlegt. Durch die örtlichen Gegebenheiten (Höhenunterschied vom Fämeshuisli zu den anderen Wasserbezügern) zeigte sich immer wieder, dass beim Fälmeshuisli zu wenig Wasserdruck vorhanden war. Damit dieses Problem gelöst werden konnte, bauten die Wasserbezüger in der Alpweide ein Zwischenreservoir. Von diesem Zwischenreservoir verlegt man eine separate Wasserzuleitung zum Fälmeshuisli. Gleichzeitig konnte ein weiterer Tränketrog mit Wasser versorgt werden. Alleine für die Überlaufleitung vom Zwischenreservoir zum Stollenbach war eine zusätzliche 220 Meter lange Wasserleitung nötig.

Dank dem Einsatz eines Menzi-Muck's von Walter Gasser (Summerweiders) mussten die Grabarbeiten nicht von Hand, wie beim ersten Wasserleitungsbau im Jahr 1968, gemacht werden.

 

1986
Elisabeth & Niklaus Gasser, Zihlers traten aus der Huisli-Gemeinschaft aus. Die Huisli-Gemeinschaft besteht seitdem aus den Familien Rudolf & Vreny Gasser-Gasser, Rosmarie & Hans Strebel-Gasser und Antoinette & Klaus Schöpfer-Gasser.

 

2008
Gründung des Vereins „Ferienhaus Fälmes-Huisli“.